Sind wir arrogant?

Schwerpunkt der Folge ist die Suche nach dem Stein der Weisen in der Wohnungsbaupolitik. Ein unabhängiger Beirat des BMWI empfiehlt die Abschaffung von Mietpreisbremse und Sozialem Wohnungsbau. Ob sinnvoll und in welchem Maß – darüber konnten wir uns nicht abschließend einig werden.

Sardinische Zikaden

Simon erzählt ein bisschen aus Italien, von Innenminister Salvini, der Selfies mit Tourist*innen am Strand schießt, der Abschaffung der Impfpflicht in Italien und den lazy Sardiniern. Ich rede ein bisschen vom Wetter, Beatrix von Storch und der alleinigen Klimakillerin Sonne und von den Berliner Parteien, denen es gar nicht so schlecht geht, wie man in Folge des Nachrichtenkonsums denken könnte.

Wer kann uns retten?

Wir brauchen Urlaub. Definitiv. Die zwölfte Folge wabert latent aggressiv durch die Null-Politik-Zeit mitten in den Sommerferien. Es hat sich doch einiges angestaut in den letzten zwei Wochen. Simon gesteht seinen zunehmenden Politikverdruss ein. Seehofer und der blauen Partei sei Dank. Der einzige Ausweg scheint aus seiner Sicht die Wiederauferstehung Michael Schumachers. Susann will ihn aber definitiv nicht als Bundeskanzler akzeptieren. Eine Geschichte voller Missverständnisse. Klar im Kopf und wieder im Konsens gibt es dann eine Reihe von Updates: Frank Steffels Doktortitel, demolierte Bürgerbüros und die Berliner Schulpolitik bekommen einen Nachklapp.
Es folgt ein bunter Blumenstrauß knackiger Sommerloch-Themen. Denn gewiefte MdA’s haben es längst kapiert: Wer daheim bleiben muss, der macht zum Beispiel mit lustigen Anfragen auf sich aufmerksam. Susann amüsiert sich über das parlamentarische Fragerecht, welches die Verwaltung z.B. dazu nötigt, auf die Frage zu antworten: „Kacke, ist Kakaowatte demokratiegefährdend?“. Simon ist not amused. Wo bleibt die Würde des Parlaments? Susann sorgt jedoch wieder für gute Stimmung und bringt Europa ins Spiel. Dort beschäftigt man sich mit der Zeitumstellung. Sommerzeit, Winterzeit? Stimmt ab! Am Ende dieses lauwarmen Sommer-Themen-Blocks besprechen wir noch, welchen neuen Feiertag Berlin denn jetzt wirklich bekommen sollte.
Nach dieser Themen-Achterbahn bekommen wir wirklich noch die Kurve und beschäftigen uns mit dem Berliner Nahverkehr: Coole BVG vs. marode S-Bahn. Aber so einfach ist das nicht. Mit 180 Vorschlägen will die S-Bahn jetzt Strecke gut machen. Wir zwei ergänzen an dieser Stelle gern: Die „heißen Sechs“ sind dafür wie gemacht.
Zum Schluss freut sich Simon über seinen kommenden Urlaub. Der Podcast geht aber weiter! Das könnte eine locker fröhliche Italo-Folge werden. Doch Susann bleibt gnadenlos. Die Themen sind aus ihrer Sicht schon gesetzt: Videoüberwachung, Leuchtreklame und der soziale Arbeitsmarkt. E ‘ancora una vacanza?

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It‘s getting hot in Berlin

Transitzonen, Söder und Merkel liefern den Auftakt unserer ersten Ferienfolge. Abgeordnetenwatch hat den Berliner Bundestagsabgeordneten Schulnoten gegeben. Klassenprimus ist Gregor. Simon hatte den richtigen Riecher bei der Verwaltungsreform – die Revolution bleibt scheinbar aus. Gewerbe oder Wohnungsbau? Die Senatorinnen Lompscher und Pop diskutieren eine zentrale Frage für die weitere Entwicklung in Berlin. Da rede nochmal einer von der fehlenden Unterscheidbarkeit zwischen den Parteien. Weitere Themen: Kitakrise, Fanmeile, Thüringer Rotwein, Wikana-Kekse, Werken und Schulgarten.

WM-Kader hört lieber Podcasts

Aus, aus, das Spiel ist aus! Eigentlich wollte Simon im patriotischen Überschwang in die Aufnahme der 10. Folge starten. Nur leider hat das „fehlende Herz“ (Spiegel-Online) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Sache einen Strich durch die Rechnung gemacht. Genau eine Stunde nach dem Ausscheiden von der WM 2018 sind beide unzufrieden, aber trotzdem irgendwie auch erleichtert in die knallharte politische Diskussion gegangen. Denn da schwimmen gerade einige dicke Karpfen im Teich. Einen kapitalen Hecht gibt gerade der Heimatminister ab. Susann uns Simon gehen gemeinsam in die Wette, dass der Horst die Silvesterfeier 2018/2019 nicht als Bundesminister begehen wird.
Mit den Vorschlägen zur Verwaltungsreform hat sich Simon noch an einen dicken Brocken gewagt. Mehr als 100 Seiten dick sind die Vorschläge einer eingesetzten Kommission. Simon erklärt Susann warum eigentlich nur 20 Seiten gereicht hätten. Im öffentlichen Berliner Raum ist Susann diesmal unterwegs. Was hat es auf sich mit den verpachteten Toiletten im Stadtgebiet? Wer zahlt wofür und verdient hier Geld? Für die kleinen Fische war aber auch noch Zeit: Gelbe Farbe auf den Großen Stern, das Aus des Straßenfegers und –ganz privat- unsere Sorgen und Nöte mit den Schienenersatzverkehr der S-Bahn-Linie 2.
Und weil wir jetzt wieder Zeit zu Lesen haben (siehe WM-Aus), gab es ungefragt und ganz spontan frische Buchtipps von den Beiden.