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Cyber Cyber – Digitalisierung in Berlin

Was fällt Dir bei dem Wort Digitalisierung ein? Uns eine ganze Menge. Und wie sich gezeigt hat, gehen unsere Gedanken in unterschiedliche Richtungen. Nach einem Nachtrag zur letzten Folge (Oslo rules!) reden wir über die guten alten Zeiten. „Wenn ich alt bin, werde ich nur nörgeln- das wird ein Spaß“ – ob StudiVZ-Gruppen, Modem, ISDN oder ICQ – wir schwelgen in Erinnerungen. Dann kommen wir in die Gegenwart und Simon klärt auf, wie die Breitbandanbindung in Berlin ist. Susann hat den perfekten Zeitpunkt verpasst, um ein Marx-Zitat anzubringen. Die Diskussion darum, ob Jobs durch die Digitalisierung wegfallen und welche Auswirkungen die Spezialisierung der Arbeit hat, hätte sich dafür angeboten. Die EU überlegt, digitale Geschäftsmodelle an gesellschaftlicher Verantwortung und somit Steuerzahlung teilhaben zu lassen. Trump, Apple-Sitz Irland und weitere Steuerverstecke sind not amused. A propos Trump: die US Army hat geforscht, welche Arbeitsgruppen Cyber-Angriffe am besten abwehren können.

Mobilität und Urlaubsgeflüster

Susann ist auf einem Roadtrip durch zig verschiedene Länder rund um Deutschland und hat (fast) keinen blassen Schimmer, was in der Zwischenzeit in der Hauptstadt so passiert. Simon hält die Stellung in Berlin und bringt Susann in dieser Folge auf den aktuellen Stand. Vom Echo hat Susann über Facebook was mitbekommen, aber was Farid Bang und Kollegah uns wirklich sagen wollten – nicht. Simon hat sich in die Rap-Lyrics eingearbeitet. Außerdem im Update der Abgang von Chris Dercon und die Mietenwahnsinn-Demo.

Im Schwerpunkt stand diesmal das Thema Mobilität. Susann berichtet aus der Ferne über intelligente Ampeln in Antwerpen und die Autofahrerkultur in Frankreich. Auch an Paris ist sie vorbeigedüst. Der Hauptstadtvergleich liegt dabei nah. Klar wird, es gibt einen Kulturunterschied(!). Im Gegensatz zu Susann war diesmal Simon (etwas) besser vorbereitet. Simon stellt die aktuelle Diskussion um das Berliner Mobilitätsgesetz vor. Welche Verkehrsteilnehmer sind mitgedacht und welche nicht? Wird Berlin zur Fahrradstadt? Gemeinsam entwickeln sie die Vision eines autofreien Berlins und müssen zum Abschluss tatsächlich die bayrische CSU loben. Denn Markus Söder will den Hyperloop nach Bayern holen. Susann ist begeistert.

Mit Baguette und Käse verabschiedet sich Susann stilecht aus Marseille. The journey continues. Das Thema der nächste Folge wird in einer Schalte nach Ljubljana besprochen. Nach zwei Wochen Europa-Tour muss und wird es um „Tourismus“ gehen.

Bedingungsloses Grundeinkommen oder doch ein Solidarisches Grundeinkommen?

Die Diskussion um die Sicherung gegen Armut bei Arbeitslosigkeit kennt viele Namen: Hartz IV, BGE, SGE, SGB II und so weiter. Spätestens seit Jens Spahn ist Armut wieder in aller Munde. Berlins Regierender Bürgermeister und derzeitiger Bundesratspräsident Michael Müller hat eine Idee, wie Langzeitarbeitslosen geholfen werden kann. Durch solidarische Beschäftigungsangebote an Langzeitarbeitslose durch die Gesellschaft (mindestens) zum Mindestlohn. Wir nutzen Müllers Aufschlag, um unseren Blick über drei Modelle des Grundeinkommens schweifen zu lassen.

Das Bedingungslose Grundeinkommen gilt als Allheilmittel gegen Armut und verspricht jedem Bürger eine fest Summe pro Monat – no strings attached. Die FDP favorisiert das liberale Bürgergeld. Es fasst ähnlich wie das bedingungslose Grundeinkommen alle Sozialleistungen in einer zusammen. Es verspricht in Abgrenzung zu Hartz IV bessere Anreize für Beschäftigung, indem der Eigenbehalt erhöht wird. Michael Müller überführt den Begriff Grundeinkommen in ein sozialdemokratisches Narrativ. Grundeinkommen gibt es für eine unbefristete Vollzeitstelle in einem Bereich, der der Gesellschaft zu Gute kommt. Mit paralleler Weiterbildung soll der Sprung in den privaten Arbeitsmarkt gelingen. Wir diskutieren, welche Chancen wir der Debatte einräumen und wo unsere roten Linien bei der Umsetzung sind.

Worum geht es noch? Der Senat hat sich dazu entschieden, den Flughafen Tegel zu schließen. Im September 2017 stimmten 56 Prozent der Wahlberechtigten für die Offenhaltung des zentralen Hauptstadtflughafens.

Von Armutszeugnissen und Zweckentfremdungsverbotsgesetzesnovellen

Die vergangene Woche war geprägt von der Debatte um Armut und die Tafeln, angestoßen durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. In dieser Episode von Rotkäppchen und Wolf haben wir uns mit der Armutsgefährdungsquote in Berlin und ihrer Berechnung befasst. Dabei hätten wir sogar fast die Systemfrage gestellt: R.I.P. Kalle Marx (135. Todestag am 14. März)!

Die Hauptstadt stand zudem unter dem Stern der Stadtentwicklung. Ob Novelle des Zweckentfremdungsverbotsgesetzes oder die Bauplanung im Blankenburger Süden: Mieten, Wohnen, Nahverkehr ist das Thema der Zeit.

Worüber reden wir noch? Den Equal Pay Day und den Rot-Weiß Erfurt.

Internationaler Frauentag in Berlin. Geschlechterparität im Abgeordnetenhaus?

In der ersten Folge „Rotkäppchen und Wolf“ steigen wir gleich voll ein und reden kurz über das SPD-Mitgliedervotum und die Berliner FDP. Danach kommen wir zu unserem Themenschwerpunkt Geschlechterparität. Anlässlich des Internationalen Fauentages hat Frankreich einen Aufschlag zur Umsetzung gleicher Löhne für gleiche und gleichwertige Arbeit gemacht. Unserer Auseinandersetzung zur Umsetzung von Equal Pay folgt der Blick nach Berlin.

R2G hat am 8. März einen Antrag auf Entschließung zur Parität im Parlament ins Plenum eingebracht. Der SPD-Abgeordnete Lars Düsterhöft gibt uns einen Einblick in die Zielsetzung des Antrages und die Notwendigkeit zur Positionierung. Das Instrument Parität schätzen Susann und Simon sehr unterschiedlich ein – hört rein, wer wo steht und warum.